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Allgemeiner Hochschulsport

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Badminton DHM in Paderborn vom 19. - 21. Mai

Teamwettbewerb
Nachdem sich die Universität Bayreuth im vergangenen Jahr zum ersten Mal für das Final Four der vier besten Universitäten Deutschlands qualifizieren konnte, fuhren am Freitag Nachmittag neun Bayreuther Studenten nach Paderborn, um am Teamevent sowie in dem im Anschluss ausgetragenen Individualturnier der deutschen Hochschulmeisterschaft teilzunehmen. Dabei reiste man als großer Außenseiter in das hochklassig besetzte Turnier mit vielen Bundesligaspielern der Unis aus Duisburg/Essen, Karlsruhe und Köln, zumal man leider durch einige Absagen nicht auf sein stärkstes Team zurückgreifen konnte.

Im ersten Spiel des Tages war die Sporthochschule Köln der Bayreuther Gegner, die man eigentlich schon in der Vorrunde hinter sich gelassen hatte. Da die Uni aus Hamburg aber kurzfristig zurückziehen musste, rückte Köln ins Final Four nach. Im Herrendoppel hatten Julian Burkhart/Markus Schüritz trotz starken Spiels mit 13:21 und 18:21  das Nachsehen gegen Fuchs/Mund und auch das Damendoppel von Silvana Hultsch/Anna-Maria Labisch ging mit 16:21 8:21 an die starken Kölner Holenz/Hügel. Im Anschluss wurden auch das Mixed mit Hippold/Labisch gegen Kramer/Holenz und das Herreneinzel von Sebastian Duhe gegen Kramer recht deutlich verloren, so dass der 21:14 und 21:18 Sieg von Hultsch gegen Hügel im Dameneinzel zwar nur Ergebniskosmetik darstellte, aber ihre gute Form im Einzel für die kommenden Spiele unterstrich.

Im zweiten Spiel ging es gegen die Uni aus Karlsruhe, wobei man sich dort ein besseres Ergebnis als gegen Köln erhoffte. Dabei gelang der Start auch vielversprechend. Hippold/Burkhart zeigten ein gutes Spiel und konnten die beiden Regionalligaspieler Burger/Schlenga in drei Sätzen mit 22:20 8:21 21:15 schlagen. Da das Damendoppel von Hultsch/Labisch und das Mixed Burkhart/Labisch ihren überlegenen Gegnern trotz starken Sätzen nachgeben mussten, mussten beide Einzel durch Hultsch und Hippold gewonnen werden. Hier entwickelten sich parallel zwei spannende Spiele mit hochklassigen Ballwechseln. Nach jeweils erstem gewonnen Satz der Bayreuther, konnten die Karlsruher sich den zweiten Satz sichern. Leider hatten im dritten Satz sowohl Hippold gegen Schlenga mit 18:21, als auch Hultsch gegen Schumacher mit 20:22 knapp das Nachsehen, so dass das Spiel zu hoch mit 1:4 für Karlsruhe endete.

Im letzten Spiel des Tages war dann die Uni Duisburg/Essen an der Reihe, die sowohl gegen Köln als auch gegen Karlsruhe gewinnen konnten und auch vorher als langjähriger Serienmeister als Favoriten gehandelt wurden. In den Doppeln hatten Duhe/Schüritz gegen Hennes/Rathke mit 11:21 7:21, als auch Hultsch/Labisch gegen Altenbeck/Henze mit 10:21 16:21 das Nachsehen. Auch in den Einzeln reichten starke Leistungen der Bayreuther nicht ganz aus. Hultsch unterlag der Bundesligaspielerin Altenbeck mit 11:21 13:21 und auch Burkhart verlor gegen Hennes mit 15:21 13:21. Auch im letzten Spiel  im Mixed unterlagen Schüritz/Labisch gegen Henze/Rathke mit 21:13 21:12, so dass am Ende ein 0:5 zu Buche stand.

Trotz dieser drei Niederlagen und dem 4. Platz war man mit den gezeigten Leistungen durchaus zufrieden und alle Spieler hatten die Chance sich mit hochklassigen Spielern anderer Universitäten zu messen. Am Ende sicherte sich die Uni aus Duisburg/Essen wieder mal den Titel des deutschen Hochschulmeisters, Köln wurde zweiter und Karlsruhe belegte Platz drei.

Einzelwettbewerb
Nach dem vierten Platz im Teamwettbewerb stand am Sonntag und Montag das Individualturnier an. Los ging es mit der Mixed-Konkurrenz. Ilia Bercov und Anna-Maria Labisch mussten leider bereits in der ersten Runde die Klasse ihrer Gegner anerkennen und sich geschlagen geben. Besser lief es bei den beiden anderen Paarungen mit Bayreuther Beteiligung. Sowohl Silvana Hultsch als auch Fabian Hippold traten jeweils mit Partnern aus ihrem Verein an. Für Silvana und Ihren Partner Lukas Vogel kam es gleich im ersten Spiel zu einem Krimi, den die beiden letztendlich mit 23:21, 10:21 und 20:20 für sich entscheiden konnten. Im anschließenden Achtelfinale hießen die Gegner Völker/Janssens, die beiden Nationalspieler waren dann doch eine Nummer zu groß und am Ende stand ein 12:21, 17:21 zu Buche. Besser lief es für den letzten verbliebenen Bayreuther. Fabian Hippold spielte sich mit Partnerin Jule Keil relativ problemlos ins Viertelfinale. Dort kam es zu einer hochspannenden Partie gegen Markus Hennes und Lena Seibert, die im Entscheidungssatz mit 27:25 und vielen abgewehrten Matchbällen zugunsten von Hippold/Keil endete. Mit dem anschließenden Halbfinalsieg gegen Raupach/Reder bestätigten die beiden nicht nur ihren Setzplatz sondern auch die Leistung des vergangenen Jahres, als sie Silber gewannen. Der Finalgegner hieß nun wie erwartet Janssens/Völker und trotz eines starken Spiels, insbesondere im zweiten Satz, reichte es mit 12:21 und 20:22 nicht ganz für den Sieg. Dennoch steht am Ende eine Vize-Titel zu Buche.

Nach den kraftraubenden Spielen im Mixed hieß es für Fabian Hippold und Silvana Hultsch erstmal Regeneration, während sich die restlichen Bayreuther durch die Einzelkonkurrenz mühten. Anna-Maria Labisch, Markus Schüritz, Ilia Bercov, Florian Sailer, Dennis Fuhrmann und Sebastian Duhe mussten leider bereits in ihren ersten Spielen den jeweiligen Gegnern den Sieg überlassen. Sebastian Duhe konnte dabei gegen Rasmus Zander immerhin einen Satz gewinnen. Für Julian Burkhart war nach zwei routinierten Siegen zu Beginn schließlich in der Runde der letzten 32 Schluss. Nach starkem Beginn und einem 21:13 Satzerfolg verließen in am Ende etwas die Kräfte und die restlichen beiden Sätze gingen trotz großer Anstrengung mit 13:21 und 12:21 an Yannick Haag.

Am Montag stand dann noch die Doppel-Konkurrenz auf dem Plan und die Bayreuther wollten nochmal angreifen. Silvana Hultsch trat mit ihrer Partnerin Jule Keil an und konnte die ersten Partie in drei Sätzen für sich entscheiden. Im Viertelfinale war gegen Reder/Walkhoff leider nur noch ein Satzgewinn möglich und man musste sich mit einem dennoch guten 5. Platz begnügen. Bercov/Sailer und Fuhrmann/Schüritz gaben nochmal alles aber mussten ihr Turnier leider jeweils nach der ersten Partie beenden. Besser lief es bei Julian Burkhart, der mit seinem Partner Thomas Fuchs im Achtelfinale zwar zunächst Probleme hatten ins Spiel zu kommen sich aber nach 14:21 mit 23:21 in den Entscheidungssatz kämpfte. Nach einem lange Zeit ausgeglichenen Spiel, sah man sich beim Stand von 16:20 vier Matchbällen gegenüber. Diese konnten allesamt abgewehrt werden und es ging in die Verlängerung. Trotz mehrfacher Führung gelang es den beiden nicht den entscheidenden Punkt zu machen und sie mussten sich am Ende unglücklich mit 28:30 aus dem Turnier verabschieden. Wieder einmal lag es also an Fabian Hippold die Bayreuther Farben würdig zu vertreten. Nach zwei recht ungefährdeten Siegen kam es im Viertelfinale für Fabian Hippold und Tim Specht zum Aufeinandertreffen mit Mügge/Mügge, die zuvor bereits Schüritz/Fuhrmann und Burkhart/Fuchs besiegt hatten. Hippold/Specht lösten auch diese Aufgabe souverän und standen somit im Halbfinale. Im hochklassigsten Spiel des Tages konnten sie Lin-Yu Oei und Jann Raupach in einer spannenden Partie mit 21:14, 12:21 und 22:20 schlagen. Das Finale war dann geprägt von den Anstrengungen der letzten Tage. Gegen Kramer/Mund (SpoHo Köln) hatten Hippold/Specht mit vielen Fehlern und Ungenauigkeiten zu kämpfen, freuten sich letztendlich aber über die Silbermedaille.


Verantwortlich für die Redaktion: Tobias Steuer

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